Private Pflege­ver­si­che­rung wird immer wichtiger

Wenn man pflegebedürftig wird, wird es finanziell oft äußerst eng. Die gesetzliche Pflege­ver­si­che­rung springt im Ernstfall zwar ein, wenn man aus Gesundheitsgründen irgendwann auf fremde Hilfe angewiesen ist. Sie zahlt jedoch abhängig von der Pflegestufe nur knappe Pauschalsätze, die für eine gute Betreuung oft nicht ausreichen.

Eine stationäre Pflege kann schnell um Tausende Euro pro Monat teurer sein als die Pauschalerstattung durch die gesetzliche Pflegekasse. Wenn Rente und Rücklagen aufgebraucht sind, zahlt erst einmal das Sozialamt - die Behörden holen sich ihr Geld aber möglichst von den Kindern des Pflegebedürftigen zurück. Wer das vermeiden will, sollte das Risiko, auf kostspielige Pflegeleistungen angewiesen zu sein, privat absichern. Entweder mit einer Pflegetagegeld- oder einer Pflegekostenversicherung. Wählt man die Tagegeldvariante, zahlt der Versicherer im Ernstfall immer einen festen Tagessatz, unabhängig von den tatsächlich anfallenden Pflegekosten. Die Kostenversicherung zahlt dagegen einen prozentualen Anteil an allen Pflegekosten, die nicht von der gesetzlichen Versicherung übernommen werden.

Empfehlenswert sind Tarife mit dynamischer Leistungs- und Beitragsentwicklung - so kann man sich auch gegen zukünftige Kostensteigerungen im Gesundheitswesen wappnen und braucht für später für einen erweiterten Schutz keine neue, wegen hinzugekommener gesundheitlicher Risiken möglicherweise teurere Police abschließen. Laut Statistischem Bundesamt sind heute bereits 2,1 Millionen Deutsche pflegebedürftig. Im Jahr 2030 werden voraussichtlich drei Millionen Menschen ambulante oder stationäre Pflege brauchen.

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