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Erbschaftsteuer – rauf oder runter?

Erbschaftsteuer – rauf oder runter?

Das war eine schwere Geburt: Erst nach langen und zähen Verhandlungen haben sich Bundestag und Bundesrat im Oktober 2016 auf eine Reform der Erbschaftsteuer geeinigt. Und noch immer ist nicht sicher, ob der Kompromiss tatsächlich vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand haben wird. Die Neuregelung war notwendig geworden, weil das höchste Gericht weniger Ausnahmen für Firmenerben gefordert hatte.

Der Kompromiss sieht unter anderem vor, dass auch Privatvermögen für die Erbschaftsteuer herangezogen werden kann, wenn der vererbte Betrieb 26 Millionen Euro oder mehr wert ist. Reichen die finanziellen Mittel des oder Erben nicht aus, wird die Steuer jetzt höchstens sieben Jahre gestundet. Ab dem zweiten Jahr fallen Zinsen an. Nach der alten Regelung wurde die Steuer zehn Jahre lang zinsfrei gestundet.

Wer Privatvermögen erbt oder zum Geschenk bekommt, für den ändert sich durch die Reform nicht viel. Die bisherigen Freibeträge bleiben bestehen. Sie betragen für Ehegatten und eingetragene Lebenspartner 500.000 Euro; bei Kindern sind es immerhin noch 400.000 Euro. Wer Teile seines Vermögens zu Lebzeiten überträgt, kann den Freibetrag alle zehn Jahre neu ausschöpfen. So lassen sich auch größere Privatvermögen übertragen, ohne dass Steuern fällig werden. Wird eine selbst genutzte Immobilie vererbt, zahlen Angehörige ebenfalls keine Erbschaftsteuer, selbst wenn das Objekt Millionen wert ist. Allerdings müssen die Erben für mindestens zehn Jahre dort ihren Erstwohnsitz haben.

Was mancher nicht weiß: Auch Lebensversicherungen bieten die Chance, Erbschaft und Steuern vorausschauend zu regeln. So können sich (Ehe-)Paare gegenseitig ver­sichern. Man spricht hier auch von „gekreuzter Versicherung“. Der Überlebende bekommt beim Tod seines Partners den eigenen Vertrag ausgezahlt und muss darauf keine Erbschaftsteuer entrichten. Zudem fallen Leistungen aus einer Lebensversicherung nicht in die Erbmasse. Der Begünstigte bekommt die Versicherungssumme auch dann, wenn er das Erbe nicht antritt, zum Beispiel weil es überschuldet ist.



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