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Reise absagen wegen Schweinegrippe?

Auch auf der beliebten Ferieninsel Mallorca, den anderen Baleareninseln und auf dem spanischen Festland treten immer mehr Fälle der Schweinegrippe auf. Viele Deutsche, die dort unbeschwert ihren Sommerurlaub verbringen wollten, machen sich Sorgen und wollen ihre Reise wegen des aktuellen H1N1/09-Virus absagen oder umbuchen. Ist das kostenlos möglich?

Solange das Auswärtige Amt nicht ausdrücklich vor Reisen in das Urlaubsgebiet warnt, hat man leider keinen Rechtsanspruch auf kostenlosen Reiserücktritt oder Umbuchung auf ein anderes Reiseziel. Denn es gilt bürgerliches Recht - nur wenn die Reise durch nicht voraussehbare höhere Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt wird, kann man den Reisevertrag auch kurzfristig ohne Stornogebühren kündigen. Krankheitsepidemien fallen zwar wie Kriege oder Naturkatastrophen unter höhere Gewalt. Eine erhebliche Gefährdung erkennen die Gerichte aber erst an, wenn das Auswärtige Amt eine offizielle Reisewarnung ausgesprochen hat. Solche Reisewarnungen bestehen zurzeit für viele Krisen- und Kriegsgebiete etwa in Pakistan, Jemen, Mali, Haiti, Sri Lanka oder Georgien. Vor Reisen nach Mallorca oder in die Touristenorte an der spanischen Festlandküste warnt das Auswärtige Amt aktuell aber nicht generell. Die Bundesbehörde veröffentlicht lediglich Sicherheitshinweise und Merkblätter über die neue Grippevariante, die aber nicht zur kostenlosen Stornierung von Reisen in betroffene Urlaubsgebiete berechtigen (www.auswaertiges-amt.de).

Wer trotzdem umbuchen will, sollte seinen Reiseveranstalter um Kulanz bitten. Kunden, die Reisen nach Mexiko gebucht haben, bieten alle großen Veranstalter auch kurzfristig noch Umbuchungsmöglichkeiten auf andere Reiseziele an. Für Spanienreisende gibt es solche Angebote bisher nicht, wer den bereits Mallorca-Urlaub absagt, muss mit Stornokosten rechnen. Auch eine Reiserücktrittsversicherung nützt in diesem Fall nichts - die Angst vor Ansteckung mit dem H1N1/09-Virus ist grundsätzlich nicht versichert. Tipp: Grippeviren werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Gesundheitsexperten empfehlen deshalb, in Risikogebieten größere Menschenansammlungen zu vermeiden und sich häufig die Hände zu waschen.

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