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Mieter muss Wohnung beheizen

Als Mieter muss man seine Wohnung im Winter zumindest mäßig beheizen, sonst kann der Vermieter den Mietvertrag kündigen. Es ist dabei unerheblich, ob es bereits zu Schäden an der Wohnung gekommen ist oder nicht. Das zeigt eine Entscheidung des Landgerichts Hagen (Az. 10 S 163/07).

Dem Mieter einer Wohnung war von seinen Vermietern fristgerecht gekündigt worden. Obwohl er laut Hausordnung und Mietvertrag verpflichtet war, die Mieträume in der kalten Jahreszeit ausreichend zu beheizen, hatte er die Heizung seit mehr als zwei Jahren gar nicht mehr angeschaltet, weil er längst bei seiner Freundin wohnte und die eigene Wohnung praktisch gar nicht mehr nutzte. Nach zwei vergeblichen Abmahnungen kündigten die verärgerten Vermieter das Mietverhältnis. Der Mann, der die Wohnung weiterhin behalten wollte, klagte gegen die Kündigung - allerdings vergebens, denn das Hagener Landgericht wies seine Klage ab.

Ein Mieter muss alles unterlassen, was Schäden an der Mietsache verursachen kann, so die zehnte Zivilkammer des Landgerichts. Dazu gehört auch, die gemietete Wohnung wenigstens mäßig zu beheizen, um Frostschäden, Feuchtigkeit und Schimmelbildung zu verhindern. Der Mann habe seine mietvertragliche Pflicht, die Wohnung im Winter zu beheizen, schuldhaft und hartnäckig verletzt. Die Kündigung nach zweimaliger Abmahnung sei deshalb rechtens. Es sei für die Entscheidung nicht von Bedeutung, dass es bislang noch nicht zu Schäden gekommen sei. Der gekündigte Mieter muss die Wohnung nun verlassen, zusätzlich trägt er die Kosten des Rechtsstreits.

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