Ihr unabhängiger Versicherungsmakler in Bremen, Hannover, Verden und Rotenburg !
Allerlei über Versicherungen

Kein Schmerzensgeld nach Sturz auf dem Geschäftsparkplatz

Wer zu Fuß über einem Geschäftsparkplatz geht, muss auf Unebenheiten selbst achten. Wer trotzdem stolpert und sich verletzt, kann nicht gleich Schadenersatz vom Parkplatzinhaber geltend machen. Das zeigt eine aktuelle Entscheidung der zwölften Zivilkammer des Landgerichts Koblenz (Az. 12 S 39/08).

Nach dem Einkauf war eine Kundin auf dem Parkplatz eines Ladengeschäfts über einen losen Pflasterstein gestolpert, der rund zwei Zenitmeter aus der Parkfläche herausragte. Sie stürzte schwer, brach sich das Schlüsselbein und zog sich Prellungen zu. Als Wiedergutmachung forderte Sie 2.500 Euro Schmerzensgeld vom Betreiber des Geschäfts. Als der sich weigerte zu zahlen, ging die Frau vor Gericht. Das Amtsgericht Neuwied wies ihre Schmerzensgeldklage jedoch ab. Die Klägerin trage ein erhebliches Mitverschulden an ihrer Verletzung, so das Gericht in seiner Urteilsbegründung.

Wie die Frau selbst angab, hatte sie in ihrer Handtasche nach dem Wagenschlüssel gesucht, während sie zurück ihrem Auto ging. Auf dem Großparkplatz, der von verschiedenen Discountmärkten und anderen Geschäften genutzt wird, hätte die Klägerin mit Unebenheiten und kleineren Schäden aber rechnen müssen, so das Gericht. Wenn sie der Beschaffenheit des Parkplatzbelags die erforderliche Aufmerksamkeit geschenkt hätte, hätte sie Sturz über den herausstehenden Pflasterstein leicht vermeiden können. Unebenheiten von nur cirka zwei Zentimetern müssten auf einer stark beanspruchten Parkfläche in jedem Fall vom Nutzer hingenommen werden. Der Geschäftsinhaber braucht der gestürzten Kundin nun kein Schmerzensgeld zu zahlen.

[ zurück ]

 
Schließen
loading

Video wird geladen...