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Allerlei über Versicherungen

Besser bei der Wahrheit bleiben

Wer als Kfz-Versicherter über Ort und Hergang eines Schadens absichtlich falsche Angaben macht, verliert den Versicherungsschutz. Dabei spielt es keine Rolle, ob er die falschen Angaben später korrigiert, weil der Versicherer ihm auf die Schliche kommt. Das zeigt eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg (Az. 3 U 98/08).

Ein Autofahrer meldete seinem Kfz-Versicherer einen Vollkaskoschaden. Er sei in einer Tiefgarage an einem Pfeiler entlang geschrammt, den er beim Zurücksetzen übersehen habe. Der Versicherer prüfte den Vorgang und stellte fest, dass der betreffende Tiefgaragenpfeiler selbst bei genauester Prüfung keinerlei Schrammen aufwies, die bei dem Unfall zwangläufig hätten entstehen müssen. Mangels erkennbaren Schadenereignisses lehnte der Kfz-Versicherer daraufhin ab, die Reparatur des Wagens zu zahlen. Der Autofahrer klagte auf Schadenregulierung. Vor Gericht behauptete er, sei Gedächtnis habe ihm einen Streich gespielt - in Wirklichkeit sei der Schaden an einem anderen Ort auf einem Privatgrundstück geschehen, wo ein Begrenzungspfosten im Weg gestanden habe.

Das Oberlandesgericht Brandenburg wies die Klage zurück und bestätigte die Auffassung des Versicherers. Der Kläger habe die falschen Angaben offenbar vorsätzlich gemacht, so das Gericht. Dadurch habe er die Aufklärung des Schadensherganges durch den Versicherer deutlich erschwert. Es helfe auch nichts, dass er später eine andere Version des Schadenhergangs aufgetischt habe, nachdem der Kfz-Versicherer von den Falschangaben erfahren hatte. Der Versicherer müsse den neuen Schadenort nicht einmal mehr prüfen. Weil der Kläger seine Aufklärungsobliegenheit vorsätzlich verletzt habe, sei der Versicherer grundsätzlich leistungsfrei.

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