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Mehr Privatrenten, weniger Lebensversicherungen

Wie in jedem Jahr veröffentlicht das IFD Institut für Demoskopie Allensbach in der Zeitschrift "Versicherungswirtschaft" und im Jahrbuch des Versichererverbandes GDV aktuelle Zahlen zur Verbreitung der verschiedenen Versicherungen in den bundesdeutschen Haushalten. Nach wie vor häufigste Police ist die Kfz-Haftpflichtversicherung - 80,6 Prozent aller bundesdeutschen Haushalte besitzen ein oder mehrere versicherungspflichtige Fahrzeuge und damit auch eine Kfz-Haftpflicht. Vor einem Jahr lag dieser Wert bei 81,4 Prozent. Eine Hausratversicherung besitzen 76,5 Prozent aller Haushalte (Vorjahr: 77 Prozent). An dritter Stelle steht die private Haftpflichtversicherung mit 70,8 Prozent, dieser Wert hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Während Kfz-Haftpflicht und Hausratversicherung seit Jahren auf ähnlichem Niveau stagnieren, ist bei der Privathaftpflicht ein stetiger Aufwärtstrend zu verzeichnen - vor zehn Jahren hatten erst rund 65 Prozent aller Deutschen eine privaten Haftpflichtschutz, der immer dann einspringt, wenn man anderen Menschen aus Leichtsinn oder Unachtsamkeit Sach- oder Personenschäden zufügt. 24,5 Prozent der deutschen Haushalte besitzen einen Familienrechtsschutz, die Verbreitung der Verkehrsrechtsschutzversicherung liegt zurzeit bei 30,4 Prozent. Der Rechtsschutz ist damit seit Jahren leicht rückläufig. Die Verbreitung der Berufsunfähigkeitsversicherung (aktuell 23,7 Prozent) und der Unfallversicherung (41 Prozent) sind seit Jahren fast unverändert.

Ein deutlicher Rückgang ist bei den Lebensversicherungen zu beobachten: Während 11 Jahre zuvor noch fast 57 Prozent der deutschen Haushalte eine Kapitallebensversicherung besaßen, lag dieser Wert im Jahr 2007 bei nur noch 39,6 Prozent. Der Grund für diesen Rückgang ist wohl im schlechter gewordenen Image der Lebensversicherungsbranche zu suchen, das die Anbieter durch mäßige Renditen und oft kundenunfreundliche Rückkaufsbedingungen zum Teil selbst zu verantworten haben. Ein kräftiges Wachstum verzeichnet dank gestiegener staatlicher Förderung dagegen die private Rente: Mehr als 25 Prozent der Haushalte zahlen mittlerweile in eine Privatrentenversicherung ein. In 2004, dem ersten Jahr der Erhebung, war die Privatrente mit nur rund 20 Prozent deutlich weniger verbreitet. Die Allensbacher Experten sehen im Altersvorsorgeverhalten der Bundesbürger einen klaren Trend weg von der Lebensversicherung hin zur privaten Rentenversicherung.



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